Wahlkreis Oberaargau

Präsidentenwechsel bei der SVP Oberaargau

27.05.2026

Bei der SVP Oberaargau kommt es nach acht Jahren zu einem Wechsel an der Spitze. An der Delegiertenversammlung im Landgasthof Bad Gutenburg trat der bisherige Präsident Samuel Leuenberger (Bannwil) von seinem Amt zurück. An seiner Stelle wählten die Delegierten den bisherigen Vize-Präsidenten Andreas Schüpbach (Huttwil), der in den folgenden zwei Jahren einen Generationenwechsel im Vorstand einleiten soll.

Die erfolgreichen Grossratswahlen im März, bei denen die SVP Oberaargau überraschend ihre fünf Grossratssitze verteidigen konnte, gaben für Samuel Leuenberger den Ausschlag, eine neue Ära in der Partei einzuleiten. Der SVP-Grossrat aus Bannwil und seit acht Jahren Präsident der SVP Oberaargau, entschloss sich, sein Amt abzugeben. «Mit dem Grosserfolg bei den Grossratswahlen habe ich wohl einen Höhepunkt in meiner Amtszeit erreicht und ich bin der Meinung, dass dies genau der richtige Zeitpunkt ist, um eine neue Ära einzuleiten», erläuterte er vor den 34 anwesenden Delegierten und Gästen seine Gründe für den Rücktritt.

Schüpbach für Leuenberger
Als seinen Nachfolger wählte die Versammlung, den Huttwiler SVP-Grossrat und bisherigen Vizepräsidenten der SVP Oberaargau, Andreas Schüpbach. Dieser hat sich zur Verfügung gestellt, mit dem Ziel, in den nächsten Jahren einen Generationenwechsel im Vorstand zu vollziehen. Neben Leuenberger gab es im Vorstand der Partei noch zwei weitere Mutationen. So traten auch die beiden jungen Mitglieder Silvano Wälchli (Langenthal) und Nicolas Hinden (Roggwil) zurück. Sie werden durch die beiden Frauen Sabrina Schlegel (Oschwand) und Cornelia Wälchli (Langenthal) ersetzt. Der Vorstand wird sich an seiner nächsten Sitzung selber konstituieren und die zu besetzenden Ämter untereinander aufteilen.

Obwohl die SVP Oberaargau finanziell sehr solide dasteht, beantragte der Vorstand den Delegierten auf das Jahr 2027 eine moderate Erhöhung der Mitgliederbeiträge, weil gemäss Kassier Klaus Reinmann (Bleienbach) immer neue Herausforderungen und Aktivitäten auf die Partei zukommen. Zudem seien die Mitgliederbeiträge seit dem Jahr 2008 nicht mehr erhöht worden. Diesem Vorhaben stimmten die Delegierten einstimmig zu.

Gegen Luxus-Sanierung
Abschliessend beschlossen die Delegierten noch die Parolen für die kommenden Volksabstimmungen. Zwei klare JA gab es bei den beiden Eidgenössischen Vorlagen zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» sowie bei der Änderung des Bundesgesetzes über den Ersatzdienst. Ein ebenso klares NEIN beschlossen die Oberaargauer SVP-Delegierten bei der kantonalen Volksabstimmung zum Projektierungskredit für den Umbau des Kunstmuseums Bern.

SVP-Nationalrat Erich Hess (Bern) stellte die beiden Eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vor und wies beispielsweise bei der Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» darauf hin, dass in den letzten 24 Jahren 2,26 Millionen Menschen in unser Land zugewandert sind. «Deshalb sind wir der Meinung, dass jetzt etwas dagegen unternommen werden muss, ansonsten geht das im gleichen Stil weiter», gab er zu verstehen. Bei der zweiten Vorlage warb er für eine starke Armee, «weil sich die Sicherheitslage in Europa drastisch verschlechtert hat.»

SVP-Grossrat Andreas Schüpbach wiederum setzte sich vehement für eine Ablehnung des Projektierungskredits für das Kunstmuseum Bern ein. «Die Sanierung dieser Institution ist auch für uns unbestritten, aber nicht zu diesem Preis», wies er auf die Gesamtsumme von rund 147 Millionen Franken hin. Aus diesem Grunde habe die SVP des Kantons Bern das Referendum ergriffen, damit nun das Stimmvolk am 14. Juni über dieses Vorhaben abstimmen kann. (textwerk/war)

Bildlegende: Wechsel an der Spitze der SVP Oberaargau: Samuel Leuenberger (links) übergibt das Präsidium an Andreas Schüpbach. (Bild: Walter Ryser)

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