Wahl-Rezepte und Rösti zum Frühstück
29.01.2026An einem öffentlichen Anlass servierte die SVP Oberaargau den Besuchenden zum Frühstück bürgerliche Wahlrezepte für den Kanton Bern, dazu eine kräftige Portion bundesrätliche Ratschläge von Albert Rösti. Die fünf bürgerlichen Regierungsratskandidierenden sowie elf der 12 SVP-Grossratskandidierenden warben bei den rund 300 Anwesenden mit ihren persönlichen Parolen um Stimmen.
Das Fliegermuseum in Bleienbach war an diesem Morgen sehr gut besetzt. Eingeladen hatte die SVP Oberaargau, die einen öffentlichen Anlass mit den bürgerlichen Regierungsratskandidierenden sowie den Oberaargau SVP-Grossratskandidierenden veranstaltete. Als Gast trat zudem SVP-Bundesrat Albert Rösti auf. Rund 300 Personen folgten der Einladung zu dieser Veranstaltung und wollten sich persönlich über Polit-Rezepte der Kandidierenden für den Kanton Bern informieren und sich natürlich von Bundesrat Albert Rösti darüber unterrichten lassen, wie die Schweiz die aktuellen politischen Turbulenzen im In- und Ausland zu meistern gedenkt.
Oberaargau im Fokus
Die fünf bürgerlichen Regierungsratskandidierenden Pierre Alain Schnegg (SVP, amtierender Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektor), Daniel Bichsel (SVP, Gemeindepräsident Zollikofen), Raphael Lanz (SVP, Stadtpräsident Thun), Astrid Bärtschi (Mitte, amtierende Finanzdirektorin) sowie Philipp Müller (FDP, amtierender Sicherheitsdirektor) machten in ihrer kurzen Vorstellungsrunde klar, wohin sie den Kanton Bern in Zukunft steuern möchten: Tiefere Steuern, bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, kürzere Laufzeiten bei Baubewilligungs- und anderen Verfahren, mehr Tempo bei der Digitalisierung in der Verwaltung und beim Gesundheitswesen sowie Abbau der Bürokratie.
Ähnlich tönte es anschliessend bei den elf der 12 SVP-Grossratskandidierenden (der Langenthaler Grossrat Patrick Freudiger fehlte ferienhalber), die natürlich auch Themen ansprachen, die den Oberaargau und deren Bürger betreffen, wie die vom Stimmvolk bewilligte Umfahrung Aarwangen, die weiter auf eine Realisierung warten lässt oder die Erhaltung einer erstklassigen Gesundheitsversorgung für die Region, mit dem Spital in Langenthal.
Unsere Werte schützen und verteidigen
Im Zentrum des Anlasses stand jedoch SVP-Bundesrat Albert Rösti, der trotz gedrängtem Programm Zeit fand, nach Bleienbach kam und Stellung zu den aktuellen politischen Themen im In- und Ausland bezog. Dabei versuchte er die angespannte geopolitische Lage zu relativieren. Die seit dem Mauerfall 1989 in Berlin in weiten Teilen der Welt friedliche Lage bis etwa 2022 sei in der Geschichte unserer Welt eher die Ausnahme, betonte er. Die vielen politischen «Brandherde», die aktuell weltweit herrschen, seien beunruhigend und keine schöne Situation, aber nicht aussergewöhnlich beim Blick zurück auf die letzten 200 Jahre, ordnete Rösti ein.
«Gerade deshalb ist es wichtig, dass in unserem Land nicht bloss einer sagt, was in der Schweiz läuft», sagte er mit Anspielung auf die vielen autokratisch regierenden Präsidenten weltweit. Es sei ein Privileg, dass Schweizer Bürger viermal im Jahr zu politischen Themen und Geschäften abstimmen dürften. «Das ist einmalig auf der Welt, diesen Wert müssen wir schützen und verteidigen», gab der Bundesrat zu verstehen. Gleichzeitig machte er klar, dass die Rolle, die der kleinen Schweiz in der grossen Polit-Welt zukommt, verhältnismässig klein sei. «Wir sind auf den Goodwill von allen grossen Ländern angewiesen. Deshalb sollten wir uns nicht in internationale <Händel> einmischen und nicht auf Provokationen reagieren», verwies er auf den amerikanischen Präsidenten Donald Trump und seine Beleidigungen gegenüber Bundesrätin Karin Keller-Sutter am WEF in Davos.
Lieber wies Albert Rösti auf die Stärken der Schweiz hin, die beispielsweise über einen sehr stabilen Finanzhaushalt verfügt, im Gegensatz zu vielen EU-Ländern. Dazu verfüge unser Land über die beste Verkehrsinfrastruktur weltweit. «Deshalb müssen wir heute dafür sorgen, dass dies auch noch in 30 Jahren der Fall ist», bemerkte er weiter und mahnte, nicht mehr Geld auszugeben, als man einnehme, dieses Geld aber sinnvoll in den Erhalt der Infrastruktur sowie der Sicherheit des Landes einzusetzen. (textwerk/war)